Zweckverband ÖPNV im Ammertal | https://ammertalbahn.de

FAQ Infrastruktur

Welchen Zweck haben die Doppelspurinseln, die auf der Ammertalbahn geplant sind? Was tun, wenn der Fahrkartenautomat defekt ist? Warum wird in eine Oberleitung investiert anstatt einen Zug mit Brennstoffzelle einzusetzen?


Welchen Zweck haben die Doppelspurinseln, die auf der Ammertalbahn geplant sind?


Mit den Doppelsurinseln zwischen Entringen und dem Hartwald und bei Unterjesingen werden Begegnungsabschnitte geschaffen, die ein grundsätzliches Problem eingleisiger Strecken entschärfen sollen: Auf diese Weise müssen Züge in den Kreuzungsbahnhöfen nicht mehr aufeinander warten. So wird vermieden, dass eine Verspätung auf den Gegenzug übertragen wird. Durch diese "Fliegende Kreuzung" wird der Fahrplan stabiler und die Anschlüsse in Herrenberg und Tübingen können besser erreicht werden. - Visualisierung


Was tun, wenn der Fahrkartenautomat defekt ist?


Bitte melden Sie die Automatenstörung der auf dem Automaten angegebenen Stelle (Telefonnummer 01801/235959). Ein entsprechender Hinweis ist auf den Automaten aufgebracht. Selbstverständlich kann der Zug dann ohne Fahrschein genutzt werden (auf anderen Strecken kann der Fahrschein dann ausnahmsweise beim Zugbegleiter nachgelöst werden). Sollten Sie dann in eine Kontrolle geraten, genügt der Hinweis auf den defekten Automaten (der normalerweise zu entrichtende Fahrpreis muss allerdings gezahlt werden), es fällt kein erhöhtes Beförderungsentgelt an. Sollte der Telefonanruf nicht möglich sein (einfahrender Zug/ kein Handy dabei), genügt auch ein Hinweis, sofern möglich, an den Zugleiter oder dann eben an den Kontrolleur (die Störung wird unabhängig von einer Meldung per Telefon nachgeprüft).


Warum wird in eine Oberleitung investiert anstatt einen Zug mit Brennstoffzelle einzusetzen?


Der bisher einzige Brennstoffzellenzug ist der iLINT der Fa. Alstom. Er hat im Juli 2018 die Zulassung des Eisenbahnbundesamtes erhalten und fährt mit zwei Fahrzeugen im Pilotbetrieb in Niedersachsen. Diese Technik ist sehr vielversprechend für Bahnstrecken, die insgesamt noch nicht elektrifiziert sind. Eine Baureihe, die auch als Straßenbahn eingesetzt werden kann, gibt es noch nicht. Beim Regionalverkehr im Umfeld von Stuttgart sind die Verkehrsangebote auf der Infrastruktur der Deutschen Bahn und privater und kommunaler Träger miteinander verknüpft. So Sind die Züge auf der Ammertalbahn mit der Durchbindung nach Wendlingen, Plochingen oder Bad Urach bereits heute zu einem großen Teil auf elektrifizierten Strecken unterwegs. Es ist daher auch wirtschaftlicher, die noch fehlenden Teilstrecken zu elektrifizieren anstatt eine zweite Infrastruktur für die Versorgung mit Wasserstoff aufzubauen. Auch die anspruchsvolle Topographie und Fahrdynamik auf unseren Strecken stellt andere Anforderungen an das Fahrzeug als auf Flachstrecken in Niedersachsen.