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Häufig gestellte Fragen

Welchen Zweck haben die Doppelspurinseln, die auf der Ammertalbahn geplant sind?


Mit den Doppelsurinseln zwischen Entringen und dem Hartwald und bei Unterjesingen werden Begegnungsabschnitte geschaffen, die ein grundsätzliches Problem eingleisiger Strecken entschärfen sollen: Auf diese Weise müssen Züge in den Kreuzungsbahnhöfen nicht mehr aufeinander warten. So wird vermieden, dass eine Verspätung auf den Gegenzug übertragen wird. Durch diese "Fliegende Kreuzung" wird der Fahrplan stabiler und die Anschlüsse in Herrenberg und Tübingen können besser erreicht werden. - Visualisierung


Können die Fahrscheine bei Schienenersatzverkehr (SEV) im Bus gekauft werden?


Leider ist dies nicht möglich. Es gibt jedoch eine Alternative zum Fahrkartenautomat auf dem Bahnsteig: Viel einfacher geht es mit dem Smartphone und dem Handyticket von Touch&Travel. Einfach die App installieren und automatisch zum günstigsten Tarif fahren.


Warum wartet der Zug in Herrenberg nur bestimmte Zeit auf Umsteiger?


Wir müssen auch die Pünktlichkeit auf der Strecke Tübingen - Herrenberg berücksichtigen. Da die Züge auf der eingleisigen Strecke in Entringen kreuzen, führen längere Wartezeiten in Herrenberg nicht nur zu Verspätungen in Richtung Tübingen sondern verzögern zudem die Ankunft des Gegenzuges in Herrenberg und gefährden damit den Anschluss auf die S-Bahn nach Stuttgart. Soweit dies ohne Beeinträchtigung anderer Verbindungen möglich ist, werden die Triebfahrzeugführer selbstverständlich auf Umsteiger warten. Seit 27.10.2010 wartet die Ammertalbahn in Herrenberg bis zu 3 Minuten auf die verspätete S-Bahn, in der Zeit von 15:18 Uhr bis 19:18 Uhr sogar bis zu 4 Minuten.

Details: Die S 1 erreicht Herrenberg lt. Fahrplan zur Minute 13 oder 43. Die Ammertalbahn fährt lt. Fahrplan ab zur Minute 18 oder 48. Sofern der Fahrzeugführer der Ammertalbahn die S 1 nicht sieht, erkundigt er sich per Funk bei der Fahrdienstleitung Herrenberg nach der Verspätung der S-Bahn. Damit wir die Kreuzung des Gegenzuges in Entringen und unseren Fahrplan nicht gefährden, müssen wir spätestens 3 Minuten nach Fahrplanzeit abfahren. Hierzu ist es erforderlich, dass die S 1 nicht mehr als 6 Minuten Verspätung aufweist, da mindestens 2 Minuten für den Umstieg erforderlich sind. Diese Umstiegszeit ist sehr knapp berechnet, da häufig die ersten für die letzten die Türen aufhalten und sich so noch weitere 2 Minuten Verspätung ergeben. Beträgt die S-Bahn-Verspätung knapp über 6 Minuten, fragt der Zugführer noch beim Fahrdienst Tübingen nach, ob unser Gegenzug aus Tübingen eine Verspätung hat, die er dann ohnehin bei der Kreuzung in Entringen abwarten müsste. In diesem Ausnahmefall wartet die Ammertalbahn in Herrenberg auch noch länger als 3 Minuten nach Fahrplanabfahrt. Die Fahrzeugführer der Ammertalbahn werden hierüber regelmäßig unterwiesen.

Warum werden in der Hauptverkehrszeit nicht einfach ältere ausgediente Fahrzeuge reaktiviert?


Leider ist es so einfach nicht:


Warum fährt der Zug Richtung Herrenberg nach dem Haltepunkt Unterjesingen-Sandäcker so langsam an?


Im Detail ist es kompliziert. Die Kurzfassung lautet: Die Sicherheitsprotokolle der Bahn zwingen die Zugführer an dieser Stelle, für einige hundert Meter nicht schneller als 35 km/h zu fahren. Damit soll verhindert werden, dass die Zugbeeinflussung, die schon vor dem Halt stattgefunden hat, nach dem Halt vergessen wird. Diese Vorschrift wurde eingeführt, nachdem 1990 in Rüsselsheim ein tödlicher Unfall aus einer solchen Situation heraus passiert ist. Mehr dazu hier.

Warum wurden in Tübingen alle Abfahrten um 1 Minute vorverlegt auf die Minuten 17/47?


Die Übergangszeit in Tübingen beträgt jetzt 3 Minuten. Das ist recht knapp bemessen. Im Rahmen der Untersuchungen zur Weiterentwicklung der Ammertalbahn wurde diese Frage untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine Vorverlegung der Abfahrtsminuten in Tübingen positive Auswirkungen auf die Anschlusssicherheit in Herrenberg haben wird. Daher wurde diese Maßnahme zum Fahrplanwechsel 2010/2011 umgesetzt.

Wo kann ich Fundsachen abholen?


Fundsachen werden beim Fundbüro von DB Stations & Services
gesammelt. Dort können Sie nachfragen, ob der vermisste Gegenstand abgegeben wurde.

Kann ich mit meinem Rollstuhl auf der Ammertalbahn mitfahren und wie viel kostet das?


Die Ammertalbahn hat an allen Haltepunkten höhengleiche Eingänge zum Bahnsteig. Dennoch können Sie insbesondere mit einem elektrischen Rollstuhl nicht ohne eine Begleitperson mitfahren, da der Spalt zwischen Bahnsteigkante und Türe zu breit ist. Mit einer Begleitperson jedoch ist die Mitfahrt ohne weiteres möglich.

Für die Fahrt von Tübingen nach Herrenberg können Sie auch alleine fahren, wenn Sie die Fahrt rechtzeitig davor beim Mobilitätsservice der Bahn anmelden: Mobilitätsservice. Ein Ausstieg unterwegs ist dann leider nicht möglich. Seit 1.1.2011 bietet Ihnen die Bahnhofsmission Tübingen auch einen Begleitservice an.

Grundsätzlich gilt, dass Schwerbehinderte kostenlos fahren. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie einen entsprechenden Ausweis mit Beiblatt und gültiger Wertmarke mit sich führen. Die Wertmarke erhalten Sie beim zuständigen Versorgungsamt. Wenn Sie ein "B" in Ihrem Ausweis vermerkt haben, kann übrigens auch auf der Ammertalbahn eine Begleitperson umsonst mitfahren.

Weitere Informationen der Deutschen Bahn finden Sie hier: Allgemeine Informationen.

Was tun, wenn der Fahrkartenautomat defekt ist?


Bitte melden Sie die Automatenstörung der auf dem Automaten angegebenen Stelle (Telefonnummer 01801/235959). Ein entsprechender Hinweis ist auf den Automaten aufgebracht. Selbstverständlich kann der Zug dann ohne Fahrschein genutzt werden (auf anderen Strecken kann der Fahrschein dann ausnahmsweise beim Zugbegleiter nachgelöst werden). Sollten Sie dann in eine Kontrolle geraten, genügt der Hinweis auf den defekten Automaten (der normalerweise zu entrichtende Fahrpreis muss allerdings gezahlt werden), es fällt kein erhöhtes Beförderungsentgelt an. Sollte der Telefonanruf nicht möglich sein (einfahrender Zug/ kein Handy dabei), genügt auch ein Hinweis, sofern möglich, an den Zugleiter oder dann eben an den Kontrolleur (die Störung wird unabhängig von einer Meldung per Telefon nachgeprüft).